Halbinsel Hela

Strucksche Chronik von Hela (1874/1910)

Die nachfolgende "Chronik von Hela" wurde von dem letzten Vogt von Hela und langjährigen Dorfvorsteher Martin Struck angefertigt. Die Originalschrift beinhaltet noch einen umfangreichen Anhang mit einzelnen Beschreibungen und Auszügen aus dem Verwaltungsleben, der hier der besseren Übersicht halber weggelassen wurde. Diese Chronik zeigt sowohl den damaligen Kenntnisstand über geologische Entwicklung und Besiedlung der Insel, als auch die Innenansicht auf Hela und dessen Bewohner in einer Zeit, in der vieles im Umbruch ist. Am Vorabend des Ersten Weltkrieges wird in Hela ein Hafen gebaut, der endlich den Fischern die Hochseefischerei ermöglicht. Ausserdem wird die einmalige Lage der Halbinsel vom Tourismus entdeckt. Ein Kurhaus wird gebaut, viele Einheimische beherbergen und bewirten jetzt zunehmend die zahlreichen Wochenend- und Sommergäste. Um das zu bewältigen, werden zusätzliche Arbeitskräfte "vom Festland" benötigt.

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Der Untergang der Memel

AU-Boot Begleitschiff "Memel"m Ende des 2. Weltkriegs, als die Rote Armee in Ostpreußen einmarschierte, sammelten sich auf der Halbinsel Hela zehntausende Flüchtlinge und Reste der Wehrmacht. Viele wurden mit Schiffen nach Westen gebracht. Doch die Überfahrt war sehr gefährlich, weil englische Bomber und sowjetische U-Boote die Flüchtenden auf den Schiffen angriffen. Die Versenkung der Wilhelm Gustloff, der Goya und der Steuben ist bis heute im deutschen kollektiven Gedächtnis präsent. Daneben aber ereigneten sich viele weitere Tragödien, die heute fast vergessen sind.

Im Rahmen der Verwundeten- und Flüchtlingstransporte aus den Ostgebieten über die Ostsee läuft am 30. Januar 1945 auch das U-Boot-Begleitschiff Memel mit 900 Flüchtlingen an Bord vom Militärhafen Hela in Richtung Westen aus. Unter den Passagieren befinden sich auch etwa 200 Einwohner Helas. 600 Menschen werden die Fahrt nicht überleben.

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Alt-Hela

Geplanter Artikel:

Zunächst erscheinen die Geschichten über ein mittlerweile versunkenes Alt-Hela wie eine Sage aus alter Zeit. Die Geschichtsforschung belegt aber eindeutig: Dieses Alt-Hela hat es tatsächlich gegeben! Es lag etwas näher am Festland in Sichtweite des heutigen Hela am Ufer des Putziger Wieks.