Halbinsel Hela

Geografische Entwicklung

Weit zurück im Mittelalter bestand die Halbinsel aus einer Kette kleinerer Inseln. Durch aufgespülten Sand von den Pommerschen Steilküsten und menschlichen Eingriff enstand eine ununterbrochene Nehrung. So ist die Halbinsel über die Jahrhunderte gewachsen. Jetzt zur Zeit ist das Wachstum zum Stillstand gekommen, weil am Ende der Halbinsel große Wassertiefe herrscht, die zunächst einmal gefüllt werden will, bevor sich Hela weiter in östliche Richtung ausdehnen kann.

Karte von 1576Ausschnitt aus der Preußenkarte von Caspar Henneberg (1576)

Erste Kartographien, auf denen die Halbinsel Hela abgebildet war, erschienen erst im 16. Jahrhundert. Berücksichtigen muss man immer, dass nicht primär die Halbinsel Hela das Ziel der Kartographie war, sondern meist der gesamte Preußisch-Polnische Bereich. Daher mögen die Umrisse Helas in den frühen Karten eher geschätzt als tatsächlich ausgemessen sein.

Die Karte von Caspar Henneberg von 1576 (siehe Ausschnitt) gilt als erste annähernd maßstabsgerechte Abbildung.

Durch Anklicken des Kartenausschnittes werden Sie auf die Originalkarte von Henneberg weitergeleitet.

 

Karte von 1595Ausschnitt aus der Preußenkarte von Mercator (1595)

1595 wurde die Weltkarte von Gerhard Mercator veröffentlicht. Marcator war der größte Kartograph seiner Zeit und ist heute noch berühmt für sein Gesamtwerk. Die Halbinsel Hela ist bei ihm, siehe Ausschnitt aus seiner Preußen-Landkarte, zu einer Insel geworden. Das kann dem damaligen Stand entsprechen. Durchbrüche durch Sturm, die später wieder geschlossen wurden, hat es früher häufiger gegeben.

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Karte von 1655Land- und Seekarte Hela - 1655

Diese südorientierte Karte der Weichselmündung ist bereits verhältnismässig maßstabsgerecht gegenüber den vorigen Karten. Die verzeichneten Wassertiefen zeigen, dass diese Karte eher als Seekarte denn als Landkarte verwendet werden sollte. Daher wohl auch die penibel verzeichnete Küstenlinie. Bei der Halbinsel selber fällt auf, dass an insgesamt sechs Stellen Durchbrüche eingezeichnet sind, die laut Legende bis ca. 10 Meter tief waren. Interessant auch die beiden später wieder verschwundenen Orte Casimirs Schanz und Vladislausburg, die beide als Festung angelegt waren. Weitere Hinweise zu den Ortschaften finden sie hier.

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Ausschnitt Landkarte Preußen 1806

Karte von 1806

Auf der "Landkarte Preußen" von 1806 wurden die Landschaftsumrisse bereits deutlich differenzierter und mit heute vergleichbar dargestellt. Die Halbinsel hat weitestgehend ihre heutige Form, dünn zu Beginn und am Ende auf dem letzten Viertel deutlich breiter. Die verzeichneten Ortschaften, die auch heute noch bestehen, belegen die nun permanente Besiedlung der Halbinsel.

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