Halbinsel Hela

Buchprojekt über die Orts- und Familiengeschichte der Halbinsel Hela

Titelblatt

Read this article in english!Wir freuen uns sehr, Ihnen hier ein ganz besonderes Buchprojekt vorstellen zu können: Gdańszczanie na Półwyspie Helskim oder, auf deutsch: Danziger auf der Halbinsel Hela. Es handelt sich um eine hervorragende Materialsammlung und Darstellung der Geschichte der Halbinsel Hela. Es beschreibt hauptsächlich die Dörfer Heisternest, Kußfeld und Ceynowa in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, aber auch die Stadt Hela selbst. Eine sehr gelungene Ergänzung zur bisherigen Geschichtsschreibung der Halbinsel.

Der Autor Jerzy Schroeder

Über den Autor: Der Autor Jerzy Schroeder lebt in Putzig an der Danziger Bucht. Als Hobby-Historiker widmet er sich seit Jahren der Orts- und Familiengeschichte der Halbinsel Hela und hat seine Arbeit nun in diesem Buch zusammengefasst. 

Interessenten: Das Buch ist in polnischer Sprache geschrieben und umfasst ca. 360 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Wer ein Buchexemplar erwerben oder das Buchprojekt unterstützen möchte, schreibe bitte per Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Alle Emails werden direkt an Jerzy Schroeder weitergeleitet. Bitte schreiben Sie auf englisch oder polnisch.

Haftungsausschluss: Die Verantwortung für die Inhalte der Buchauszüge liegt beim Autor und nicht bei den Betreibern dieser Webseite.

Buchauszüge. Für größere Ansicht: Rechtsklick -> Grafik anzeigen.

Buch Seite 55

Buch Seite 124

Buch Seite 109


 

So beschreibt der Autor selber sein Werk: 

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Ihnen mein neues Buch vorzustellen. Es handelt von der ungewöhnlichen Geschichte von Familien, die jahrhundertelang auf der Halbinsel Hela an der südlichen Ostseeküste vom Fischfang gelebt haben. Die Einzigartigkeit ihrer Geschichte ist unter anderem darin begründet, dass ihre Wurzeln bis nach Skandinavien, Jütland, Norddeutschland, zum ehemaligen Gebiet des Stammes der Veneter (Wenden) und auch bis in das Danzig des 12. Jahrhunderts zurückreichen. Bemerkenswert ist, dass auf der Halbinsel Jahrhunderte lang nur wenige Dutzend Familien mit genau definierten, also nahezu hermetisch abgegrenzten Familienkreisen lebten.

Im Laufe der Zeit gab es – wie in allen Gesellschaften üblich – auch in dieser gesellschaftlichen Gruppe Veränderungen in verschiedenen Lebensbereichen. Moralische, ideologische und sprachliche Gemeinsamkeiten, die im weiteren Sinn ein gewisses Verantwortungsgefühl für die Mitglieder der gesamten Gemeinde ausdrückten, im weitesten Sinne als menschliche Solidarität zu verstehen, überdauerten. Besucher, die das sandige Gebiet der Halbinsel betraten, stießen auf eine raue natürliche Umgebung, die den dort lebenden Menschen eine außerordentliche Willensstärke abverlangte. Diese harten Lebensbedingungen haben eine Rollenverteilung zwischen Männern, Frauen und auch Kindern herbeigeführt.

Nichts konnte ihren Willen erschüttern – sie verharrten auf diesem schmalen Stück Erde. Sie haben mit spärlichen Mitteln alles hergestellt was für das Leben notwendig war. Sie bauten Hütten aus Schilf, Holz und Strandgut. Sie stellten einfache Werkzeuge für ihre Arbeit her. In einer Form von Basisdemokratie wählten sie ihre Anführer. Sie mussten gewaltsame Eindringlinge verschiedenster Herkunft erdulden: Raubzüge der Wikinger, Piratenüberfälle und Besatzungen wechselnder Allianzen in den nordischen und den napoleonischen Kriegen. Sie starben in den Wellen des Meeres, denn das ist die Besonderheit der Küsten- und Seefischerei. Jahrhunderte vergingen, und Neuankömmlinge, hauptsächlich aus Danzig, machten die Halbinsel Hela bis heute zu ihrer Heimat.

Dieses Buch bezieht sich hauptsächlich auf Dokumente aus der Zwischenkriegszeit von 1920-1939. Die Wiederherstellung des Polnischen Staates führte zu einer Änderung verschiedenster Aspekte des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Man kann sagen, dass sich die Zusammensetzung der Bewohner zugunsten einer neuen Nationalität, die es früher dort nicht gegeben hatte, veränderte. Es wurde nach der aus dem Gesellschaftsspiel bekannten Methode "Der Gewinner nimmt alles" vorgegangen. Die Fortsetzung dieser Methode erfolgte 1939-1945. Ich habe versucht, in meinem Buch Meinungen zu vermeiden und mich an der Methode der "sprechenden Quellen" zu orientieren.

Putzig im Juli 2019, Jerzy Schroeder